In der kommenden Fastenzeit werde ich wieder einmal auf Dinge verzichten, die mir ans Herz gewachsen sind. Kandidaten Nummer Eins sind dieses Jahr jegliche Süßwaren und Kuchenstückchen sowie Alkohol. Bin gespannt, wie sich das Experiment entwickelt. In unserem Hauskreis behandeln wir im Moment das Thema Nachfolge. Eine der geistlichen Übungen, die wir besprechen werden, ist das Fasten. Ich frage mich, wie sich der spirituelle Aspekt des Fastens auswirkt oder ob das Fasten eher in Richtung Wellness erlebt wird. Letzteres wäre auch schon ein Gewinn - spannender aber wenn man dadurch Jesus ähnlicher werden kann. Geistliche Übungen sind heutzutage durchaus noch en vogue werden aber gerne durch den Zeitgeist anders interpretiert. Kürzlich las ich folgenden Taz-Artikel über das Körpergewicht von Frauen im Modezirkus. Kate Moss wird zitiert mit: "Kein Essen ist so gut, wie das Gefühl dünn zu sein." Das erscheint mir Ausdruck einer Geisteshaltung zu sein, die gute Ansätze und Ideen dadurch pervertiert, dass sie ins Masslose übertrieben werden. Gerade das Massvolle und Ausgeglichene ist aber ein Zeichen vom Glauben.
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